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Der Krippenverein Inzigkofen
Schon in den 80iger Jahren gab es Überlegungen im
damaligen Pfarrgemeinderat, für die barocke Klosterkirche eine Weihnachtskrippe
zu beschaffen, die in Größe und Ausstattung der barocken Schönheit und Pracht
der Klosterkirche Inzigkofen entsprechend ausgelegt sein sollte. Ein Wunsch, der
auch immer wieder von Gemeindemitgliedern ausgesprochen wurde. Im Jahre 1993
mündeten diese Bestrebungen dann in die Gründung des Krippenvereins Inzigkofen.
Krippenvereine sind in der hiesigen Gegend eher selten, viel öfters trifft man
sie im bayrischen Schwaben oder in Tirol an, also in Gegenden mit einer reichen,
im Brauchtum verankerten, volkstümlichen Krippentradition.
Der
Krippenverein Inzigkofen wurde am 28. März 1993 gegründet. Den Vorsitz übernahm
Erwin Pfeifer, der dieses Amt bis zum heutigen Tag bekleidet. Aus den zwölf
Gründungsmitgliedern (Erich Beck, Kunigunde Beck, Josef Brändle, Werner Eberle,
Hermann Fröhlich, Maria Grom, Eugen Henselmann, Hans Keutmann, Ursula Löffler,
Renate Rieder, Anton Schmalz und Erwin Pfeifer) wurde folgende Vorstandschaft
gewählt: 2. Vorsitzender Hans Keutmann, Schriftführerin Ursula Löffler,
Kassiererin Maria Grom, Beisitzer Kunigunde Beck, Josef Brändle und Erich Beck,
Kassenprüfer Werner Eberle und Hermann Fröhlich. In der Satzung wurde als
wesentlicher Vereinszweck festgehalten: "die Beschaffung und die Pflege der
Weihnachtskrippe für die Klosterkirche Inzigkofen". Der Verein wurde in das
Vereinsregister beim Amtsgericht Sigmaringen eingetragen.
Am
Jahresende 1993 gehörten dem Verein 22 Mitglieder an. Die aktuelle
Mitgliederzahl beträgt 28 Personen, darunter auch einige Auswärtige. Die Zahl
von rund 30 Mitgliedern erscheint relativ bescheiden. Sie steht aber in einem
umgekehrten Verhältnis zu den vielfältigen Aktivitäten des Vereins seit der
Gründung bis zum heutigen Tag, mit denen es gelang, das Interesse der
Bevölkerung weit über die Ortsgrenzen hinaus zu wecken und ihre Bereitschaft zum
Mitmachen und zur Unterstützung zu gewinnen. Gleichzeitig weist die geringe
Mitgliederzahl einerseits und die große Effektivität andererseits aus, dass der
Verein bis zum heutigen Tag jederzeit auf eine hochmotivierte Kerntruppe von
aktiven Mitarbeitern zurückgreifen konnte.
Von vorne
herein war es dem Verein ein wesentliches Anliegen, das Interesse der
Bevölkerung für die Beschaffung einer neuen Weihnachtskrippe zu wecken bzw. zu
stärken sowie das Wissen um die Krippenbaukultur in Vergangenheit und Gegenwart
zu vermehren. Diesem Anliegen dienten regelmäßige, jährliche Krippenfahrten in
der Weihnachtszeit zu bedeutenden Einzelkrippen, Krippenausstellungen und Museen
im ganzen süddeutschen Raum und im benachbarten Ausland. Viele begeisterte
Krippenfreunde, auch Nichtmitglieder, nahmen an diesen Krippenfahrten teil und
manch einer wurde dadurch inzwischen zu einem richtigen Krippenexperten.
Vorträge von Fachleuten dienten demselben Zweck, genauso wie die Gestaltung
eigener Krippenausstellungen mit überwältigender Resonanz , vom 4. bis 11.
Dezember 1994 in der Mehrzweckhalle Inzigkofen mit rund 5000 Besuchern und vom
26. November bis zum 10. Dezember 2000 im Bürgersaal des Rathauses Inzigkofen
mit rund 4000 Besuchern.
Der große
Erfolg der ersten Krippenausstellung machte Mut zu weiteren, ähnlichen
Unternehmungen. So gab es in den folgenden Jahren nach der Ausstellung von
Hobby-Künstlern, eine Schnitzer-Ausstellung verbunden mit der
Bildstockeinweihung Ecke Römerstraße/Am Bildstock, eine Fotoausstellung mit
historischen Bildern, eine Sammler- und Hobbyausstellung eine Ausstellung von
altem Spielzeug und eine Musikwoche mit einer Ausstellung von alten
Musikinstrumenten. Für dieses Jahr ist aus Anlass des Jubiläumsjahr „700 Jahre
Inzigkofen und 650 Jahre Kloster Inzigkofen“ wieder eine Krippenausstellung im
Rathaus vorgesehen.
Geld in die
Kasse kam auch durch die Beteiligung an Festen anderer Veranstalter, sowie durch
den Verkauf von Weihnachtsbäumen. Nicht vergessen werden sollen natürlich auch
die Beitragszahler, die Geld- und Sachspender und die Stifter von
Krippenfiguren.
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